Der Langlauf

 

Skilanglauf gehört zu den gesündesten Sportarten überhaupt! Je nach Stimmung mit Cruising-, Classic- oder Skating-Ski die winterliche Landschaft erkunden und dabei den gesamten Körper schonend trainieren. 

Die verschiedenen Techniken erlernt man am besten in einem Einführungskurs bei einem ausgebildeten DSV Nordic Instructor.

 

Vorteile

-Das gemäßigte Ausdauertraining wirkt sich auf das Herz-Kreislaufsystem positiv aus und beugt somit Bluthochdruck, Infarkten und Diabetes vor. 

-Das Sturzrisiko ist in Ebenen sowie leichten Neidungen gering. Knochenbrüche sind höchst selten. Durch die geringe Belastung der Gelenke eignet sich der Sport v.a. auch bei Knie-, Rücken- und Hüftproblemen. 

-Durch den gleichmäßigen Bewegungsablauf ohne ruckartige oder untypische Bewegungen wie in anderen Sportarten werden Zerrungen und Muskelfaserrisse vorgebeugt. 

-Geringes Verletzungsrisiko bei Anfängern. Vorsicht aber vor eigener Überforderung nach ersten sportlichen Erfolgen. 

-Aktiviert den Hormonhaushalt und fördert somit das Immunsystem, Stressabbau und Ausgeglichenheit. 

-Dem Bewegungsmangel im sitzlastigen Alltag bietet der Skilanglauf den optimalen körperlichen Ausgleich. 

-Durch gesteigerte Durchblutung der Wadenmuskulatur wird der Blutrückfluss zum Herzen aktiviert. Gut für Leute mit Venenproblemen. 

-Auflockernde Arm- und Schulterbewegung 

-Skilanglauf ist ein Naturerlebnis in frischer und abgasfreier Luft auf harmonisch in die Landschaft eingepassten Loipen und wirkt dementsprechend entspannend und erholend. 

-Förderung der koordinativen Fähigkeiten und Schulung der Kreuzkoordination beider Gehirnhälften

 

Technik

Optimalerweise sollte im Sommer mit regelmäßigem Ausdauertraining begonnen werden um für den Winter fit zu sein. 

 

Klassik

Die Ski werden in paralleler Grundstellung in den gespurten Loipen geführt. Diese Technik ist besonders für Anfänger geeignet, die nicht regelmäßig Sport treiben und Personen mit Gelenkbeschwerden. Die Technik ist leicht zu erlernen und aktiviert die großen Muskelgruppen wie Beine, Po, Bauch und Arme. Ideal für Einsteiger eigenen sich ungewachste Ski oder Ski mit Steighilfen.

 

Cruising

Beim "Cruisen" geht es nicht um die perfekte Technik, sondern um den Spaß am Wintersport, um sicheres Bewegen, Naturgenuss und allgemeine Fitness.

Dafür eignen sich besonders die kurzen breiten Ski, sowohl für die Loipe als auch für das ungespurte Gelände. 

 

Skating

Das Skating zeigt die sportlichere und schnellere Variante des Nordic Skiing. Der Schlittschuhschritt wurde aus dem Eislauf nachgeahmt. Der größere Krafteinsatz macht die Sportart anstrengender, aber auch faszinierender.

Ausrüstung

 

Im Vergleich zum Ski alpin ist die Ausrüstung preiswert. Im Zweifel ist es aber immer möglich sich vor Ort Ski und Stöcke zu leihen. 

 

Ski

Der Ski muss entsprechend des Laufniveaus gewählt werden, denn die Modelle unterscheiden sich in Ihrer Fahreigenschaft enorm und sind zielgruppengerichtet. 

Klassikski

 

Bei Bewegungserfahrungen auf Ski und Schnee empfiehlt sich der Wachsski mit notwendigen Steighilfen. Die Länge sollte ca. 20 cm über der Körpergröße liegen, variiert aber je nach Körpergewicht und Können. 

 

Nowaxski

Diese Ski erleichtern den Einsteig für Anfänger und Sportler ohne Lauferfahrungen. In der Lauffläche des Skis befinden sich Steighilfen, die vom Hersteller in mechanischer oder chemischer Form eingearbeitet wurden und das Rückwärtsrutschen am Berg verhindern. 

 

Skatingski

Für Erfahrene im Inlineskating, Nordic Blading oder Eislaufen und bei entsprechender Ausdauer und Kraft bietet die freie Technik Abwechslung und Spaß. Die Länge sollte 5-10 cm über der Körpergröße liegen, variiert aber je nach Körpergewicht und Können.

 

Stöcke

Die optimale Stocklänge ist nicht nur für den Antrieb wichtig, sondern beugt auch Überlastungserscheinungen, Verspannungen und chronischen Schäden vor. Die Stockauswahl hängt von der gewählten Technik und der Armkraft des Läufers ab. Der Geübte wird somit eher etwas längere Stöcke wählen. 

 

Stöcke: Klassik

Die Stocklänge befindet sich in etwa auf Achselhöhe und lässt sich mit folgender Formel berechnen: 0,85 x Körpergröße 

 

Stöcke Skating

Die Stöcke sind höher als beim klassischen Stil. Faustregel: 0,9 x Körpergröße. Die Höhe befindet sich somit auf Kinnhöhe. Grund: Der Läufer braucht den nötigen Schwung um sich fest abstoßen zu können. 

 

Kleidung

-Funktionsunterwäsche mit langen Armen und Beinen

-Lauftights

-Enge Hose

-Atmungsaktive und wasserabweisende Jacke

-Evtl. weitere atmungsaktive Schicht aus Jacke, Weste und Hose

-Sonnenbrille zum Schutz vor UV-Strahlen und Stockspitzen der Sportkollegen

-Kleidung zum Wechseln nach dem Sport 

 

Schuhe

Besondere Bedeutung gilt dem passenden Schuh. Ein perfekt sitzender Schuh unterstützt die Bewegungen, fördert die Technik, vermindert Fehlstellungen und erhöht somit die aktive und passive Sicherheit während dem Sport. Zur Auswahl des richtigen Schuhs muss der Einsatzzweck genau festgelegt werden, d.h. Klassischer Stil oder Skating und die Zielgruppe, zu der der Sportler angehört, muss bekannt sein. 

Für den Schuhkauf sollte man reichlich Zeit einplanen und mehrer Modelle eine längere Zeit tragen. Günstigerweise wählt man den Kauf nachmittags oder abends, da sich die Füße über den Tag hinweg ausdehnen. Bei Fachhändlern mit Skischule oder -verleih ist es häufig möglich unterschiedliche Modelle in der Praxis zu testen und anschließend auszuwählen. 

Der Schuh sollte fest am Fuß anliegen, aber nicht drücken. Die Zehen dürfen auf keinen Fall anstoßen. Sie sollten einen knappen Zentimeter Platz haben. 

 

Kassikschuh

Der Schuh sollte über eine gute, stabil konstruierte Sohle mit gewisser Steifigkeit verfügen, die zur Führung des Skis notwendig ist. Die Abrollbewegung des Fußes und der Abdruck dürfen aber keinesfalls beeinträchtigt werden. Denn mangelnder Druck kann zum Wegrutschen des Skis, erhöhtem Kraftaufwand und Überstreckung des Beines führen. Zerrungen und Überlastungserscheinungen sind möglich. 

 

Halbhohe Modelle

Stützwirkung für Sprunggelenke und saubere Skikontrolle für Anfänger, Freizeitläufer ohne Wettkampfambitionen und begeisterte Amateurläufer 

 

Flache Modelle

Möglichst viel Bewegungsfreiheit für begeisterte Amateurläufer und Profis 

 

Skatingschuh

Der Schuh ist höher geschnitten und stabilisiert seitlich die Sprunggelenke. Die Verwindungssteifigkeit ist höher und entlastet die Muskulatur bei der Stabilisierung des Körpers über dem gleitenden Ski. 

 

Kombimodelle

Die Stabilisierungsmodelle sind abnehmbar und dementsprechend für die klassische wie die freie Technik geeignet.